Wettbewerb
Neubau einer Grundschule mit Sporthalle am Standort Emanuel-Lasker-Oberschule Berlin

Der Entwurf greift in seiner Materialität historische Wurzeln der Quartiersbebauung auf und
verschafft sich so einen eigenständigen Ausdruck, der den schulischen Gebäudekomplex zu
einem Dreiklang ergänzt. Der im Bauunterhalt wirtschaftliche Klinker, der sich in der Umgebung wiederfindet und einen zeitlichen Bezug zum Bestandsgebäude darstellt, repräsentiert nach außen die originäre Vielfalt und Lebendigkeit, die im Inneren ihren Platz hat - Räume der Entspannung und Begegnung.
Der Verbindungsbau nimmt die Linie des historischen Gebäudeteils entlang der Straße auf. Er
bindet den Neubau an das historische Gebäude an, präsentiert sich dabei in Höhe und
Fassadengestaltung als eigenständiger Baukörper. Auch im Inneren gibt es eine klare Trennung. Nur das Nottreppenhaus und der Aufzug werden von der Emanuel Lasker Schule und der neuen Grundschule gemeinsam genutzt.
Der Entwurf sieht ein Abrücken des MEB Gebäudes von der Corinthstraße vor und ordnet den Spielplatz der Grundschule im sonnigen Süden an. So kann der Unterricht mit der nötigen Distanz zur Straße auf allen Geschossen ungestört auch bei geöffneten Fenstern stattfinden, so dass keine Lüftungsanlage notwendig ist. Das vorgegebene Material (Trespa) des MEB Gebäudes mit 7 Holzdekor-Sorten nach dem Zufallsprinzip verteilt, stellt sich lebendig dar. Um einem Ideen- und Ausführungs-Wettbewerb unter Graffiti Künstlern zu dienen, ist die nebenstehende Turnhalle weiß gestrichen.

Eine dem historischen Bestand nachempfundene Mauer friedet das Grundstück ein und fügt den gesamten Komplex mit großer Geste zu einer Einheit zusammen.

 

BGF: 4.500 m2